Wie wir beten

Gebet fördern, Gebetsbewegungen vernetzen und Gottes Willen für die Nation suchen

Wie wir beten

Bußgebet für die Schweiz

Allmächtiger Gott,
wir treten demütig, dankbar und in Ehrfurcht vor Deinem heiligen Namen vor Dich.

Wir danken Dir für die Schweiz, für ihren Frieden, ihre Stabilität, ihren Reichtum, ihre Täler und Berge, für ihre Völker und Sprachen, für alles, was Deine Hand in unserer Nation geschaffen hat.
Doch heute wollen wir Dir nicht nur danken, sondern auch in der Wahrheit vor Dir stehen.

Herr, wir bekennen, dass sich unser Land von Dir entfernt hat.
Wir haben Sicherheit in unserer eigenen Kraft gesucht, Wohlstand ohne Gerechtigkeit, Freiheit ohne Wahrheit und Einheit ohne Buße.
Manchmal haben wir unsere Ohren vor Deiner Stimme und unsere Herzen vor Deinem Rufen verschlossen.

Vergib uns unseren Stolz, unsere Gleichgültigkeit, unsere Kompromisse und unser Vergessen an Dich, Du grosser Gott.
Vergib uns die begangenen Ungerechtigkeiten, die verletzenden Worte, die verhärteten Herzen, die Spaltungen unter uns und alles, was Deinen Heiligen Geist betrübt hat.

Herr, wir bitten Dich um Vergebung für die Schweiz.
Vergib unseren Familien, unseren Behörden, unseren Kirchen, unseren Städten, unseren Kantonen und jedem Einzelnen von uns.

Wir bereuen alles, was nicht nach Deinem Willen ist.
Wir geben unseren Stolz, unseren Unglauben, unsere Bequemlichkeitssucht, unseren Egoismus, unsere Ungerechtigkeit und jeden Geist der Spaltung auf.
Wir kehren von ganzem Herzen zu Dir zurück.

Reinige unsere Nation, Herr.
Erhebe, was gefallen ist.
Heile, was zerbrochen ist.
Versöhne, was gespalten ist.
Wecke, was eingeschlafen ist.
Stelle die Gottesfurcht unter uns wieder her.

Wir verkünden, dass Jesus Christus Herr über die Schweiz ist.
Wir verkünden, dass Dein Licht über unserem Land leuchtet.
Wir verkünden, dass Deine Barmherzigkeit größer ist als unsere Sünden und dass Deine Gnade unsere Nation erneuern kann.

Herr, möge diese Zeit der Versammlung ein Wendepunkt sein.
Möge die Buße wahre Frucht bringen.
Mögen die Liebe zur Wahrheit, Gerechtigkeit, Frieden und Heiligkeit in unserem Land wieder aufleben.

Wir wenden uns an Dich, Vater, mit Glauben und Hoffnung.
Wirke in der Schweiz nach Deinem Willen.
Mache unser Land zu einem Volk, das Dich sucht, Dich ehrt und Dir dient.

Im Namen Jesu Christi,
Amen.


Und noch mehr

Fürbitte

Wir beten «für» und nicht «gegen». Wir glauben, dass Fürbitte eine Art Arbeit ist, die den Lauf der Geschichte nach dem Willen von Jesus prägt: «Dein Wille geschehe auf Erden.» Inhaltlich richtet sich unsere Fürbitte an aktuellen Ereignissen und Situationen aus, wie sie uns bekannt sind oder offenbart werden.

Wir praktizieren in erster Linie das sogenannte freie Gebet (nach den Eingebungen des menschlichen Herzens und des Geistes Gottes) und weniger das sogenannte liturgische Gebet (nach vorgegebenen Formulierungen).

Prophetisch inspiriertes Gebet

Wir haben gelernt und sind weiterhin am Lernen, immer zuerst auf die Stimme Gottes zu hören, im hörenden Gebet, in der Stille. Es ist seine Stimme, die unser Gebet leitet und uns im Dschungel der Vielzahl menschlicher (und manchmal durchaus widersprüchlicher) Anliegen und Wünsche Erkenntnis schenkt: Was Gottes Geist aufzeigt, beten wir. Alles andere ist nicht unser Auftrag.

Das prophetisch inspirierte Gebet prägt insbesondere auch die «Gebetsmauer», unser 24/7-Gebet.

Israel

Biblisch gesehen ist Israel das Haupt der Nationen. Es ist das Volk und das Land, das uns die Propheten, den Messias und die Apostel schenkte, und das weiterhin eine zentrale Rolle in Gottes Plan für die ganze Welt spielt. Im Geist empfinden wir eine grosse Leidenschaft für das, was in und um dieses Land geschieht. Es betrifft immer auch die gesamte Welt. Wir stehen in regelmässigem Kontakt mit Gläubigen in Israel.

Politik

Gebet für die Schweiz ist eine nicht-politische Organisation. Wir beten sehr wohl für die Verantwortungsträger in unserer Gesellschaft, wie bereits Paulus die Gläubigen aufgerufen hat («So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit ...» 1. Tim. 2,1-2), aber wir geben keine Abstimmungsempfehlungen oder sonstige politischen Stellungnahmen. Ausnahmsweise kam es schon vor, dass wir einen bestimmten parteipolitischen Ansatz aufgegriffen oder unterstützt haben, wenn die Grundlagen des christlichen Glaubens auf dem Spiel standen.

7 Berge (Gesellschaftsbereiche)

Jesus lehrte uns zu beten: «Dein Reich komme». Wir sehnen uns danach, dass das Reich Gottes in allen Bereichen der Gesellschaft sichtbar wird. Unser Gebet ist daher nicht in erster Linie auf die Kirche und ihre Bedürfnisse ausgerichtet, sondern es ist umfassender und investiert in alle sieben Gesellschaftsbereiche (Kunst, Wirtschaft, usw.), welche unser Leben und Denken prägen.

Die sieben Gesellschaftsbereiche werden metaphorisch auch «Berge» genannt werden. Auch andere christliche Bewegungen arbeiten auf ihre eigene Weise mit diesem «Raster» der 7 Berge.