Oberalp-Gebet

Gebet fördern, Gebetsbewegungen vernetzen und Gottes Willen für die Nation suchen

Oberalp-Gebet

Die Oberalp-Passhöhe, 2044 m.ü.M, ist ein strategisch wichtiger Ort. Aus dem Alpenmassiv entspringen die vier Flüsse Rhein, Rhone, Ticino und Inn, welche durch die Schweiz nach ganz Europa fliessen. Hier berühren sich auch alle 4 Landessprachen beinahe: Rätoromanisch in der Surselva, Italienisch auf der Alpensüdseite, Deutsch in der Innerschweiz und Französisch im nahen, zweisprachigen Kanton Wallis.

Der alljährliche Gebetstag findet das nächste Mal am 17. Juni 2023 statt.

Details siehe Flyer nebenan oder unter https://www.gebet-gr.ch/gebet-oberalp/

Oberalp-Gebet vom 25. Juni 2022

Bilder siehe hier: www.gebet-gr.ch/gebet-oberalp/

Mehr als 120 Beterinnen und Beter aus der ganzen Schweiz haben sich am 25. Juni 2022 bei strahlendem Wetter zum siebten Mal seit 2016 auf dem Oberalp versammelt.

Einige Gehminuten über der Passhöhe steht seit Jahrzehnten ein Kreuz. Am 23. September 2021 wurde daneben ein Gedenkstein aufgerichtet. Zur Einweihung waren Ehrengäste aus den Kantonen Tessin, Wallis, Uri und Graubünden aus Politik, Wirtschaft und Kirchen eingeladen. Jedes Grusswort zeigte einen besonderen Aspekt zum Oberalp und dem Gedenkstein. Es entstand ein richtig bunter Blumenstrauss. Auch sprachlich, denn am Anlass wurden alle vier Landessprachen gesprochen. Als Dank für ihr Kommen bekam jede Rednerin und Redner ein kleines Präsent: aus dem Wallis ein bodenständiges Roggenbrot, aus dem Tessin einen guten Merlot, aus Uri kräftige Alpkäse und aus Graubünden würzige Salsize.

Der Gebetsstein mit den vier Tafeln mit Psalm 121,2: «Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat» in den vier Landessprachen sieht prächtig aus. Er erinnert uns daran, dass niemand in schlechter Absicht seinem Nächsten begegnen soll. Ein grosser Dank gehört dem Team Uri und allen Handwerkern, angeführt von Alfred.

Der ganze Gebetstag wurde mit herrlichen Alphornklängen umrahmt. Nach der Mittagspause hörten wir den vertonten Psalm 133: «Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Geschwister in Einheit zusammen sind.» Die sieben Alphornbläser liessen die passende Melodie komponiert von Claire erklingen. Man kann auch mit dem Alphorn beten.

Mit dem gemeinsamen Singen in den vier Landessprachen entstand eine Zeit der Anbetung dessen, der Himmel und Erde gemacht hat. Wir teilten uns in siebner Gruppen auf. Acht Themenbilder leiteten in eine intensive Gebetszeit, die mit dem Abendmahl in der Gruppe schloss.

Das Thema: Einheit in der Vielfalt kam von Beginn bis Schluss zum Tragen. Eine Beterin hat anschliessend folgendes formuliert: Danke unserm grossen barmherzigen Gott! Und Dank dir und deinem Team für die Organisation! Die Ansprachen am Morgen waren informativ – alles viersprachig, das hat mich sehr angesprochen! Auch der mehr sprachige Anbetungsteil! Die Gebetszeit zu siebt mit Abendmahl und den guten Bildern dazu ging in die Tiefe und Höhe! Ich freute mich mit den Tessiner zu beten.

Viele wurden alle berührt und gingen gestärkt nach Hause. Allen die zum Gelingen des Tages beigetragen haben gilt ein herzliches Dankeschön und vergelts Gott.

Schlussendlich gehört unser Dank nur dem Vater im Himmel für seine Treue, das gute Wetter, die vielen Beterinnen und Beter! Er hat uns mit allem versorgt.


Oberalp 2021

Am Samstag, 19. Juni 2021 haben sich über 100 Personen aus verschiedenen Kantonen zum sechsten Gebetsanlass auf dem Oberalppass zusammen gefunden. Die Sonne hat uns alle den ganzen Tag freundlich angelächelt und wunderbar erwärmt. Es gab eine Lobpreis- und Anbetungszeit gestaltet vom Team-Uri. Milco Margaroli (Gebet Tessin) gab uns seine Gedanken zum Thema «Einheit» aus biblischer Sicht weiter. Einheit geschieht, wenn wir uns gemeinsam am Tisch des Herrn einfinden und ER uns mit SEINEM Brot und SEINEM Wein versorgt. Gemeinsamen feierten wir das Abendmahl.

Nach dem Mittagessen spielten uns sechs Alphörner oben beim Kreuz das neu komponierte Stück: Schatten und Licht. Danach führte Alex Schaub (Gebet Graubünden) mit uns eine prophetische Handlung durch. Der Prophet Hesekiel erzählt im ersten Teil des 37. Kapitels von einer Vision, wie Gott dürre Menschenkochen zusammen bringt und wie neues Leben daraus entsteht. In der zweiten Hälfte muss der Prophet zwei Hölzer zusammen binden. Juda und Ephraim werden auf Gottes Wort hin wieder eine Einheit. Einheit entsteht, wenn der Vater im Himmel Menschen mit Bändern der Liebe zusammen bindet.

Anschliessend gab es in kleinen Gruppen eine Gebetszeit. Musikalisch wurden wir von wunderbaren Alphornklängen begleitet. Mit freudigen und erfüllten Herzen sowie schönen Begegnungen gingen wir alle wieder gegen 16 Uhr auf den Heimweg.

Oberalp 2020

Rund 150 Beterinnen und Beter aus allen Landesteilen und -sprachen trafen sich am 20. Juni 2020 auf der Oberalp-Passhöhe. Der eisig-kalte Wind konnte sie nicht zurückhalten, an dem Anlass im Freien gemeinsam einzustehen für einen "frischen Wind" in der Schweiz und darüber hinaus.

Zeiten der Anbetung, der persönlichen Busse und Reinigung, das symbolische Verbrennen von mitgebrachten Holzscheitern mit den zuvor bekannten Sünden, und das gemeinsame Feiern des Abendmahls beim Kreuz oberhalb der Passhöhe gaben dem Tag viel Tiefe. Die geistlichen Früchte werden sichtbar werden!

Mit schönen Alphornklängen wurden alle zum Beginn bis 10 Uhr begrüsst.

Letztes Jahr haben wir symbolisch die vier Quellen der grossen Schweizer Flüsse gereinigt. Dieses Jahr erzählte Alex Schaub, Kantonsleiter Gebet Graubünden, über die Symbolik der sieben Brunnen des Isaaks. Sein Vater Abraham hatte Brunnen gegraben, die später verschüttet wurden. Jede neue Generation muss die Brunnen wieder neu öffnen. Isaak blieb an keinem der ersten sechs Brunnen stehen, sondern er ging weiter vom Brunnen des Neides, der negativen Familiengeschichten, der Wüstenzeiten, des Streites, der Feindschaft und des Wohlergehens. Erst als er in jener Nacht am siebten Brunnen des Eides ankam (Beerscheva), da erschien ihm der HERR. Alex schliesst mit der Frage: «Mit wem stehst du im Bund?»

Anschliessend erzählte Alfred Regli, Kantonsleiter Gebet Uri, seine Eindrücke über den Umgang mit dem Teufel im Kanton Uri. Es gibt den Teufelstein, die Teufelsbrücke, die Einweihung des NEAT-Tunnels mit den Dämonen und Derwischen und das Zentralschweizerische Jodlerfest im 2022. Auf dem Flyer sieht man den Teufel mit der Urner Fahne in der Hand.

Wir wurden aufgerufen, alles, was nicht den HERRN meint, symbolisch in das mitgebrachte Holz zu legen und im Feuer zu verbrennen. In kleinen Gruppen folgte eine intensive Gebetszeit.

Nach dem Picknick trafen wir uns beim nahegelegenen Kreuz. Wieder spielten die drei Alphornbläser traditionelle Melodien. Im Abendmahl traten wir erneut in den neuen Bund, den Jesus mit uns geschlossen hat, ein. Auf dem Rückweg zur Passhöhe wurden Kerzen verteilt. Diese sollen täglich kurz angezündet werden und an das in uns entfachte Feuer erinnern. Dazu hat uns Milco Margaroli untenstehende Gebets-Proklamation mitgebracht. Seine Rede hat Milco mit Tessiner Temperament in seiner Muttersprache Italienisch gehalten, welches ins Deutsche und Französische übersetzt wurde.

Hans-Peter Lang fasste den Tag mit einigen Worten zusammen. Wir sind nicht nur auf den Berg gekommen um zu beten, sondern wollen im Tal unsere Häuser auf Fels bauen - auf den Felsen Jesus Christus. Im Abschlussgebet segnete er die Innerschweiz und rief symbolisch die fehlenden Fahnenträger in den Kantonen Schwyz, Obwalden und Nidwalden. Die ehemalige Sennerin Pia rief uns zum Abschluss einen Alpsegen zu.

Bericht von Alex Schaub & Claudia Scaramella

Gebets-Proklamation

Vor dem Herrn verkünde ich gemeinsam mit meinen Geschwistern:

Ich will ein Träger deines Feuers sein,
das du heute in mich platziert hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer erleuchten,
das du heute in mir entzündet hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer erwärmen,
das du mir heute gegeben hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer in Brand setzen,
das du heute in mir angezündet hast.

Ich möchte deine Gegenwart mit deinem Feuer,
das du heute in mir entfacht hast, in mein Land bringen.

Öffne mir die Augen, um zu sehen, wie du siehst;
um zu verstehen, wie, wo und wann du dein Feuer freisetzen
willst, das du heute in mich gelegt hast!

Milco Margaroli