Oberalp-Gebet

Gebet fördern, Gebetsbewegungen vernetzen und Gottes Willen für die Nation suchen

Oberalp-Gebet

Die Oberalp-Passhöhe, 2044 m.ü.M, ist ein strategisch wichtiger Ort. Aus dem Alpenmassiv entspringen die vier Flüsse Rhein, Rhone, Ticino und Inn, welche durch die Schweiz nach ganz Europa fliessen. Hier berühren sich auch alle 4 Landessprachen beinahe: Rätoromanisch in der Surselva, Italienisch auf der Alpensüdseite, Deutsch in der Innerschweiz und Französisch im nahen, zweisprachigen Kanton Wallis.

Der alljährliche Gebetstag findet immer im dritten Samstag im Juni statt - dieses Jahr am 19. Juni 2021.

19. Juni 2021:

Flyer


Oberalp 2020

Rund 150 Beterinnen und Beter aus allen Landesteilen und -sprachen trafen sich am 20. Juni 2020 auf der Oberalp-Passhöhe. Der eisig-kalte Wind konnte sie nicht zurückhalten, an dem Anlass im Freien gemeinsam einzustehen für einen "frischen Wind" in der Schweiz und darüber hinaus.

Zeiten der Anbetung, der persönlichen Busse und Reinigung, das symbolische Verbrennen von mitgebrachten Holzscheitern mit den zuvor bekannten Sünden, und das gemeinsame Feiern des Abendmahls beim Kreuz oberhalb der Passhöhe gaben dem Tag viel Tiefe. Die geistlichen Früchte werden sichtbar werden!

Mit schönen Alphornklängen wurden alle zum Beginn bis 10 Uhr begrüsst.

Letztes Jahr haben wir symbolisch die vier Quellen der grossen Schweizer Flüsse gereinigt. Dieses Jahr erzählte Alex Schaub, Kantonsleiter Gebet Graubünden, über die Symbolik der sieben Brunnen des Isaaks. Sein Vater Abraham hatte Brunnen gegraben, die später verschüttet wurden. Jede neue Generation muss die Brunnen wieder neu öffnen. Isaak blieb an keinem der ersten sechs Brunnen stehen, sondern er ging weiter vom Brunnen des Neides, der negativen Familiengeschichten, der Wüstenzeiten, des Streites, der Feindschaft und des Wohlergehens. Erst als er in jener Nacht am siebten Brunnen des Eides ankam (Beerscheva), da erschien ihm der HERR. Alex schliesst mit der Frage: «Mit wem stehst du im Bund?»

Anschliessend erzählte Alfred Regli, Kantonsleiter Gebet Uri, seine Eindrücke über den Umgang mit dem Teufel im Kanton Uri. Es gibt den Teufelstein, die Teufelsbrücke, die Einweihung des NEAT-Tunnels mit den Dämonen und Derwischen und das Zentralschweizerische Jodlerfest im 2022. Auf dem Flyer sieht man den Teufel mit der Urner Fahne in der Hand.

Wir wurden aufgerufen, alles, was nicht den HERRN meint, symbolisch in das mitgebrachte Holz zu legen und im Feuer zu verbrennen. In kleinen Gruppen folgte eine intensive Gebetszeit.

Nach dem Picknick trafen wir uns beim nahegelegenen Kreuz. Wieder spielten die drei Alphornbläser traditionelle Melodien. Im Abendmahl traten wir erneut in den neuen Bund, den Jesus mit uns geschlossen hat, ein. Auf dem Rückweg zur Passhöhe wurden Kerzen verteilt. Diese sollen täglich kurz angezündet werden und an das in uns entfachte Feuer erinnern. Dazu hat uns Milco Margaroli untenstehende Gebets-Proklamation mitgebracht. Seine Rede hat Milco mit Tessiner Temperament in seiner Muttersprache Italienisch gehalten, welches ins Deutsche und Französische übersetzt wurde.

Hans-Peter Lang fasste den Tag mit einigen Worten zusammen. Wir sind nicht nur auf den Berg gekommen um zu beten, sondern wollen im Tal unsere Häuser auf Fels bauen - auf den Felsen Jesus Christus. Im Abschlussgebet segnete er die Innerschweiz und rief symbolisch die fehlenden Fahnenträger in den Kantonen Schwyz, Obwalden und Nidwalden. Die ehemalige Sennerin Pia rief uns zum Abschluss einen Alpsegen zu.

Bericht von Alex Schaub & Claudia Scaramella

Gebets-Proklamation

Vor dem Herrn verkünde ich gemeinsam mit meinen Geschwistern:

Ich will ein Träger deines Feuers sein,
das du heute in mich platziert hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer erleuchten,
das du heute in mir entzündet hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer erwärmen,
das du mir heute gegeben hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer in Brand setzen,
das du heute in mir angezündet hast.

Ich möchte deine Gegenwart mit deinem Feuer,
das du heute in mir entfacht hast, in mein Land bringen.

Öffne mir die Augen, um zu sehen, wie du siehst;
um zu verstehen, wie, wo und wann du dein Feuer freisetzen
willst, das du heute in mich gelegt hast!

Milco Margaroli