Awaken the Dawn

Awaken the Dawn

20 / 12 / 16

Wäh­rend dem letz­ten Okto­berwochen­ende fand das euro­päi­sche Tref­fen von 24 – 7 Prayer in Genf statt. Zum ers­ten Mal in der 16-​jährigen Geschichte der Gebets­be­we­gung wurde eine Stadt in einer fran­zö­sisch­spre­chen­den Region als Austragungsort ausgewählt. Im mitt­ler­weile gestar­te­ten Refor­ma­ti­ons­jahr war Genf die rich­tige Stadt zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Aus ca. 30 Natio­nen reis­ten 460 vorwiegend junge Men­schen an.

 

Susanna Rychiger

Es ist nicht einfach, ein Treffen, eine Bewegung zu beschreiben, die man eigentlich gar nicht beschreiben kann. Immer wieder fehlen mir die Worte, um diese Familie, diesen Groove zu beschreiben, der schon seit über 16 Jahren ein Teil meines Lebens ist. 24-7Prayer ist eine etwas andere Gebetsbewegung und kann sich nicht in die klassischen (falls es diese denn gibt) Gebetsbewegungen einreihen. Die Vision ist JESUS! Dies sagen wir nicht nur so daher, sondern ist dies ist uns seit 16 Jahren sehr ernst.

Einmal mehr wurde klar: das Ziel unseres Lebens ist Jesus alleine und wenn wir mit Jesus unterwegs sind, dann wird unser Leben zu einem lebendigen Zeugnis. In Genf reihten sich Geschichte an Geschichte aus solchen ganz normalen Leben!

Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg hat es auf den Punkt gebracht: Es ist nicht nötig, dass wir Tag und Nacht beten, aber es ist einfach schön mit Jesus zusammen zu sein. Beautiful waste – ‘schöne Verschwendung’ wurde zu einem der Schlagwörter in Genf. Unser Gebet darf nicht zu einer Leistung werden und wenn wir diese Leistung erbringen, dann gibt es auch die Erhörung. NEIN – Gott braucht uns nicht, um etwas zu tun oder nicht! ABER Gott liebt es, wenn wir mit ihm zusammen sind, wenn wir mit ihm Dinge besprechen, wenn wir ihn anflehen und mit ihm ringen über Situationen, die uns beschäftigen. Dies ist so gegen unser Verständnis, aber es ist schlussendlich ein Schlüssel auch für unser Gebetsleben.

Unver­gess­lich wird der Moment des Films aus Manen­berg, einem Armenviertel in Kapstadt Süd­afrika blei­ben. Hier leben junge Menschen in einer Gemeinschaft zusammen, die Licht in den von Armut, Gangs und Drogenkultur geprägten Stadtteil bringen. Das Konzept ist einfach – sie leben in diesem Viertel, haben offene Türen für die Menschen, beten und unterstützen wo sie können. So erleben sie immer wieder, wie Menschen aus den Drogen kommen, weil sie Jesus kennenlernen. Einer dieser Jungs, der die Hoffnung in die Welt bringen wollte, kurz nachdem er selbst Jesus kennenlernte, wurde auf tragische Weise überfahren und starb. Traurigkeit, Verzweiflung und Überforderung kam über die Gemeinschaft. Wie wunderschön und wert­schät­zend ist es, dass diese Gemeinschaft, in dieser verzweifelten Situation, einen Film drehte, der noch lange über das Leben des Jungen hinaus seine Botschaft verbreiten wird:  Es lohnt sich, alles zu geben — auch wenn wir dabei unser Leben las­sen. Eine harte, aber auch wunderschöne Realität, die die Teilnehmer in Genf tief im Herzen berührte.

Wir sind Menschen der Hoffnung. Standhaft und im Vertrauen auf Gott wollen wir seine Werkzeuge sein, wenn er die Geschichte Europas und des Mittleren Ostens neu schreibt. Wir sehen diesen Silberstreifen am Horizont (awaken the dawn) und wollen Teil des Sonnenaufgangs sein. Das Bei­spiel von Manen­berg zeigt es deut­lich. Das Gebet ist die Grund­lage unse­res Lebens. Wir tei­len unser Leben mit Jesus, las­sen uns sen­den ohne Wenn und Aber, brin­gen Licht in dunkle Ecken und ste­hen ein für Gerech­tig­keit. Gebet ver­eint uns mit Jesus und ist die Basis allen Lebens!

Links: www.24-7ch.ch / www.24-7prayer.com