Brief an die Gemeinde Jesu Christi

Brief an die Gemeinde Jesu Christi

Werner Woiwode
25 / 09 / 19

 

Von Werner Woiwode: In diesem Brief geht es um eine Botschaft von Jesus Christus an seine Gemeinde. An diejenigen, die tatsächlich zu ihr gehören, aber auch an jene, die meinen, dass sie Teil der Gemeinde des Herrn sind und nicht ahnen, dass sie draussen stehen.

Das sind die Worte des Herrn, die ich hörte:

 

„Wer ein Ohr hat, höre was der Heilige Geist der Gemeinde sagt!“ 

 

Verfasser, Empfänger und Gruss 
Werner Woiwode, ein Diener Gottes und des Herrn Jesus Christus, an alle die denselben kostbaren Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus. Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil, in der Erkenntnis Gottes und Jesus, unseres Herrn! (Nach: 2.Petr 1,1-2). Was ich bin, das bin ich allein aus Gottes Gnade und Er selbst ist es auch, der sich mir vor 34 Jahren als Vater offenbarte. Vorausgegangen war eine lebensverändernde, radikale Begegnung mit dem auferstandenen Herrn Jesus Christus. Innerhalb eines Augenblickes, nach einem tiefen Zerbruch, war ich von 15 Jahren Alkohol- und Drogenabhängigkeit befreit: Ich wurde von neuem geboren! In diesem Brief geht es um eine Botschaft von Jesus Christus an seine Gemeinde. An diejenigen, die tatsächlich zu ihr gehören, aber auch an jene, die meinen, dass sie Teil der Gemeinde des Herrn sind und nicht ahnen, dass sie draussen stehen.  

Das sind die Worte des Herrn, die ich hörte: 

„Meine Gemeinde ist in einer Notsituation!“ 

Mein Leib ist ernsthaft und lebensbedrohlich erkrankt. Ihr glaubt es aber nicht. Ihr erkennt es nicht einmal, weil ihr schlaft oder zu beschäftigt seid. Es ist der Schlaf der Selbstgerechtigkeit, Selbstzufriedenheit, Selbstsucht, Selbstbestimmung und Lauheit. Und andere hören nicht, weil sie Getriebene sind, gefangen in einem religiösen, fleischlichen, seelischen Aktivismus.

Euch alle will ich zurückholen, weil ich euch liebe, weil ihr zu mir gehören sollt und damit ihr das werdet, was ihr sein sollt und das tut, wozu ich euch berufen habe! Ich will euch neu zu- bzw. ausrüsten, denn im gegenwärtigen Zustand sind viele von euch verloren, die davon überzeugt sind, gerettet zu sein.  

Es sind drei Bereiche, in denen ihr zum wahren Leben erweckt werden müsst und in die ich euch zurückrufen möchte:

Erster Bereich:  

Ich habe gegen euch, dass ihr eure erste Liebe verlassen habt. Kehrt um und kommt zurück zu eurer ersten Liebe!

Denn mich, die frische Quelle lebendigen Wassers, habt ihr verlassen und habt euch stattdessen löchrige, stinkende Zisternen gegraben. Kommt doch alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich werde euch erquicken. Ich will Wohnung in euch nehmen. 

„Bleibt in mir und ich in euch“ (Joh 15,4)  

In diese tiefste aller Liebesbeziehungen möchte ich euch zurückrufen. Mein Vater und ich sehnen uns zutiefst nach einer Beziehung dieser Art, durch die wir uns euch offenbaren möchten. 

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ (Joh 17,3). 

Je besser und tiefer ihr mich erkennen werdet, umso stärker und leidenschaftlicher wird eure Liebe werden. Oft bekommt ihr eine Menge an Informationen über mich und den Vater, doch ihr seid weit davon entfernt, uns zu kennen. Um jemanden kennen und lieben zu lernen, gibt es nur einen Weg: Wir müssen Zeit miteinander verbringen. Wir warten auf euch und möchten Zeit mit euch verbringen, damit ihr uns kennen lernen könnt. Ich habe euch nie im Unklaren darüber gelassen, was es bedeutet, mich und den Vater zu lieben und zu kennen. 

„Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.“  (Joh 14,21). 

„Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben.“  (Joh 15,10). 

Das Gegenteil davon ist genau so klar und eindeutig. 

„Wer mein Wort nicht hält, der liebt mich nicht.“ (Joh 14,24).

Der Gradmesser eurer Liebe zum Vater und zu mir ist also nicht, wie oft ihr uns eure Liebe beteuert oder wie wunderbar ihr uns Lob - und Anbetungslieder singt. Auch nicht, wie viel Gutes ihr immer wieder tut, sondern es ist euer freudiger Gehorsam meinen Geboten gegenüber. Es ist zutiefst beschämend, was sich hinter dem Etikett „Christen“ alles verbirgt. Es ist nicht drin, was draufsteht. Ihr nennt euch Christen, aber in euch ist wenig bis nichts von mir zu sehen und zu erkennen. Ich klopfe noch einmal an eure Herzenstüre und bitte um Einlass (Offb 3,20). Viele von euch lassen mich draussen vor der Türe stehen. Bei einigen von euch darf ich ab und zu als Gast zu Besuch kommen. Ich will euch aber nicht als Gast ab und zu besuchen dürfen. Ich bin der Eigentümer! Mir gehört der „Tempel“- sei es nun euer Leib oder die ganze Gemeinde. Es ist meine Gemeinde, mein Leib und ihr sollt lebendige Glieder an meinem Leib sein. Ihr könnt mich deshalb nur ganz oder aber gar nicht haben. Und genauso könnt ihr euch selbst nur ganz oder gar nicht mir zur Verfügung stellen. Es wird zum Ende der Zeit so sein, dass diejenigen, die zwar behaupten, an mich zu glauben, die aber nicht bereit sind, mir ihr Leben ganz und gar auszuliefern, zu den grössten Feinden und Verfolgern derer werden, die wahre Jünger/Nachfolger von mir sind. Ich sage es euch ganz klar: 

Wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. (Mt 16,25).

„Deshalb Geliebte, hört und macht euch zum Aufbruch bereit. Macht euch auf und kommt zurück zu mir!“   

 

Zweiter Bereich:    

 Ich habe gegen euch, dass ihr euch von meinem Wort abgewandt habt. Kommt zurück zu meinem Wort. 

„Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.“ (Joh 1,1-3). 

Diese ersten Verse sollten euch schon überwältigend vor Augen führen, was es mit meinem Wort auf sich hat; sollten euch überführen und hinführen zu einem grösseren Hunger nach meinem Wort.

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut“ (Joh 1,14a). 

Hier wird sehr deutlich, dass man das Wort nicht von mir trennen kann. Wer sich vom Wort trennt, der trennt sich von mir und dem Vater. Wenn ihr uns besser und tiefer kennen lernen möchtet, dann geschieht das in erster Linie durch mein Wort. Hier lest, hört und seht ihr, wer ich bin, wie ich bin und was ich tue. Es ist eine offene Sicht in mein Herz, meine Gedanken, Gefühle, meinen Charakter und mein Wesen. Wie solltet ihr mich jemals kennen und lieben lernen, ohne mein Wort zu kennen und zu lieben? Tag und Nacht überschwemmen euch Worte in allen Variationen: TV, Zeitung, sms, WhatsApp, Mails usw. Alle und jedes fordert eure Aufmerksamkeit, dringt in eure Gedanken und Sinne und macht euch zu Sklaven und Gefangenen. Aus diesem hektischen, orientierungslosen, süchtig machenden Zustand, der immer mehr zunimmt, rufe ich euch zurück zu meinem Wort. In die Ruhe meines ewigen Wortes. Zu Worten, in denen meine Schöpferkraft wohnt- in Verbindung mit dem Heiligen Geist. Ich spreche und es wird! So dringend wie ihr mich selbst braucht, so braucht ihr mein Wort. Viele von euch haben das Wort, hören und lesen es aber nicht. Andere lesen es sogar, tun aber nicht, was es sagt. Dadurch wird es völlig wert- und wirkungslos. 

„[Ihr könnt] nicht von Brot allein leben, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.“ (Mt 4,4). „Ihr wisst, dass alles einmal vergehen wird, aber seine Worte werden niemals vergehen. Sie haben ewig Gültigkeit.“ (Mt 24,35). 

Wie wollt ihr lernen und zunehmen an Erkenntnis ohne mein Wort? 

„Denn alle Schrift ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“ (2.Tim 3,16-17).

Wie wollt ihr in der zunehmenden Dunkelheit sicher sein, dass ihr auf dem richtigen Weg seid und bleibt? 

„Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“  (Ps 119,105).

Ihr seht: Wenn ihr euch vom Wort abwendet, werdet ihr niemals zu reifen Söhnen und Töchtern eures Vaters. Ihr werdet euch verirren; vielleicht auf ewig verloren sein. Wer von euch möchte das wirklich? Die Konsequenz daraus sollte eine Hinwendung zu meinem Wort sein. 

„Kehrt um, brecht auf und kommt zurück zu meinem Wort“. 

   

Dritter Bereich: 

Ich habe gegen euch, dass ihr euch von euren Wurzeln getrennt habt. Kommt zurück zu einem Verständnis eurer Wurzeln, zu den Juden, zu Israel.

„Denn das Heil kommt von den Juden“ (Joh 4,22).

Geliebte Kinder, euer Bruder Paulus erklärt euch im Brief an die Römer, was es mit euren Wurzeln auf sich hat. Zunächst stellt er klar, dass ich mich keinesfalls von meinem Volk abgewandt habe:

„Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk [Israel] verstossen? Auf keinen Fall! Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.“ (Röm 11,1+11) 

Dann erklärt er mein Handeln an meinem auserwähltem Volk Israel und den Gläubigen aus den Nationen anhand des Bildes vom edlen Ölbaum. Israel ist dieser edle Ölbaum. Wegen ihres Ungehorsams sind einige der Zweige dieses Baumes herausgebrochen worden. Dank meiner Gnade seid nun auch ihr, die Gläubigen aus den Nationen, als unedle Zweige auf die Zweige des edlen Ölbaumes aufgepfropft und lebt nun von der gleichen Wurzel. Ich warne euch aber gleichzeitig davor, dass ihr euch nicht über sie stellen sollt. Denn:

„Du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich.“ (Röm 11,18)  

Es sollte euch einleuchten, geliebte Söhne und Töchter, dass ihr als aufgepfropfte Zweige mit euren Wurzeln verbunden sein müsst, um lebensfähig zu sein. Die Kirchenväter haben sich ganz bewusst von allem jüdischen getrennt. Meine lebendige Gemeinde, die anfangs nur aus Menschen meines Volkes Israel bestand, zu der aber später auch nichtjüdische Nachfolger von mir dazukamen, wurde zu einer toten Kirche, weil sie sich von ihren jüdischen Wurzeln getrennt hat. Damit ging der Gemeinde bis heute die ganze Kraft verloren.

Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot. (Offb 3,1)

Die Ersatztheologie war geboren und infiltrierte von Europa aus meine Gemeinde weltweit. Sie besagt, dass die Juden/Israel von mir verstossen und verdammt wurden und nun ihr, die christliche Kirche, ihren Platz von mir zugesprochen bekommen habt. Dies ist eine furchtbare Lüge und Irrlehre. Ich, der Gott Israels, verhiess bereits eurem Glaubensvater Abraham und dessen Samen (also den Juden/Israel):

„Und ich will segnen, die dich segnen und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.“ (1.Mo 12,3).

Es ist eine furchtbare Tragödie, dass ihr euch nicht nur von euren Wurzeln getrennt habt, sondern für sie auch noch zum Fluch geworden seid. Dabei habe ich niemals ein Geheimnis aus meinen Plänen und Absichten gemacht, die ich mir mit ihnen und euch vorgenommen habe:  

„Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern [und verloren] wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Denn Jesus ist unser Friede. Er hat aus den beiden eins gemacht und die Zwischenwand, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen. Er hat die zwei (Juden und Heiden) in sich selbst zu einem neuen Menschen geschaffen, um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen, durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat. Denn durch ihn haben wir nun beide Zugang durch einen Geist zum Vater.“ (Eph 2,13-18 Auszüge) 

Ihr beide seid der eine neue Mensch, meine Gemeinde, bestehend aus Juden und Heiden, die an mich, Jesus Christus, glauben. Ihr gehört zusammen; eine Familie mit demselben Vater, dem Gott Israels. Ich selber habe diese Versöhnung durch mein Sterben am Kreuz teuer erkauft und möglich gemacht. Doch was habt ihr als „Kirche“ getan? Anstatt sie zu lieben, zu ehren und zu umarmen, habt ihr sie verflucht, verraten, verstossen, abgelehnt, entehrt, Lügen über sie verbreitet, verfolgt, misshandelt, ermordet und regelrecht abgeschlachtet. Und das im Namen von mir, dem König der Juden und ihrem wiederkehrenden Messias. Was habt ihr getan? Was für ein entsetzliches Unrecht habt ihr an ihnen begangen! Der Hass, aber auch die Gleichgültigkeit in Bezug auf mein auserwähltes Volk Israel ist bis heute ungebrochen. Ihr dürft das in meiner Gemeinde nicht dulden, müsst es aufdecken und mit Stumpf und Stiel ausrotten! Sie sind ja „Mein Erstgeborener. Mein Augapfel.“ Ihr könnt wohl nicht in aller Tiefe ermessen, was ihr mir und dem Vater antut, wenn ihr euch gegen euren älteren Bruder stellt und welche fürchterlichen Konsequenzen euch daraus erwachsen werden. Deshalb, geliebte Kinder, rufe ich euch eindringlich zu:

„Kommt, brecht auf, kehrt um und kommt zurück zu einem Verständnis eurer Wurzeln.“

Hier endet die Botschaft des Herrn, die er mir mitteilte. 

Werner Woiwode, Schweiz Juli 2019 

 

„Die Zeit ist nahe. Wer Unrecht tut, tue weiter Unrecht und der Unreine verunreinige sich weiter und der Gerechte übe noch Gerechtigkeit und der Heilige heilige sich noch. Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einen jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ (Offb 22,10-12) 

Segenswünsche und Grüsse
„Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig und vollständig. Möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus! Treu ist, der euch beruft, er wird es auch tun. Brüder [und Schwestern], … Ich beschwöre euch bei dem Herrn, dass dieser Brief allen Geschwistern zugänglich gemacht werde. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch.“ (1.Thes 5,23-28)

 

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