Vom Oberalgebet zum Nationalen Gebetstag und zurück

Vom Oberalgebet zum Nationalen Gebetstag und zurück

Ursula Lunt
12 / 08 / 19

Ursula Lunt, Kantonsfahnenträgerin von Zug und OK-Mitglied beim Oberalp-Gebet, erzählt über die Entstehung des Oberalp-Gebets und über die Zusammenhänge mit dem Nationalen Gebetstag.

«Das Oberalp-Gebet hatte im Juni 2016 seinen bescheidenen Anfang. Die Bezirksleitung vom Gebet in der Surselva und der Kantonsfahnenträger Georg Christ luden dazu ein. Wir suchten im Pass-Restaurant das Angesicht Gottes für diese Region. Weil aus vielen verschiedenen Kantone Beterinnen und Beter mit uns waren, entstand das Bedürfnis, das Oberalp-Gebet zu einem regionalen Gebetsanlass zu machen.

Ein kleines Team aus den Kantonen Graubünden, Glarus, Uri, Schwyz, Tessin und Zug traf sich im Februar 2017 zum hörenden Gebet als Vorbereitung für das Oberalp-Gebet im Juni. Bald wurde klar, dass das Oberalp-Gebet Auswirkungen in allen Richtungen haben wird. So geschah es, dass Hans-Peter Lang einen Input einbrachte und die Leitung von «Gebet für die Schweiz» das Oberalp-Gebet zu einem nationalen Gebetsanlass erklärte. Der Oberalp-Pass ist auch ein wichtiger Ort, da die Gründung der Schweiz in dieser Region stattgefunden hat. Was wir danach erlebten, überstieg unsere Erwartung: Leute aus der Romandie wünschten, ebenfalls Teil des Oberalp-Gebets zu werden. Wir fanden Übersetzer und auch die nötigen Sprachanlagen. Französisch, Italienisch und Deutsch durchmischen sich auf dem Oberalppass. Es ist uns wichtig, die Sprachgrenzen zu überwinden.

Das diesjährige Oberalp-Gebet stand ganz im Zeichen der Reinigung der vier Quellen der Flüsse, die von der Schweiz nach Europa hinaus fliessen: Rhein, Rhone, Ticino und Inn. Aus der Region des Oberalppasses fliessen verschiedene Flüsse in die ganze Schweiz. Stellvertretend haben wir Busse getan für unsere Regierung, Wirtschaft, Politik, Umwelt, indem wir symbolisch die vier Quellen durch das Wort Gottes im Glauben reinigten.

Ein weiterer berührender Moment war, als wir Deutschschweizer den Tessinern und Romands von Herzen zusprechen durften, dass auch sie «waschechte, hunderprozentige Schweizer sind».

Dem Verein «Gebet für die Schweiz» übergaben wir vier grosse Schlüssel aus Holz. Sie symbolisieren den Schlüssel Davids, der Türen öffnet, die niemand zuschliessen kann und Türen zuschliesst, die niemand öffnen kann.

Wir sind mit dem Nationalen Gebetstag verbunden. Wir ergänzen uns und sind gemeinsam unterwegs, um den Willen Gottes für die Schweiz zu erreichen. Es ist ein Geist, ein Leib, eine Einheit mit dem gleichen Ziel, die Schweiz für den Leib Christi zu gewinnen und als reine, vollkommene Braut bereit zu machen auf das Wiederkommen von Jeschua als König aller Könige.

Nach dem diesjährigen Nationalen Gebetstag werden wir all das Gehörte zu Herzen nehmen und gespannt warten, was der Vater im Himmel als nächsten Schritt im Sinn hat.