Gebet auf dem Oberalppass

Gebet auf dem Oberalppass

Gabriele Leibl
18 / 06 / 19

Mit Alphornklängen und ca. 160 Teilnehmenden aus der Schweiz und Nachbarländern startete der Oberlappass-Anlass am 15. Juni 2019 sehr kraftvoll. Viele von uns hatten im Vorfeld unter anderem für das Wetter gebetet, weil Sturmböen und Regen vorausgesagt worden waren – Gott erhörte uns und liess die Sonne scheinen!

Bei der Begrüssung wird auf die Zahl 4 aufmerksam gemacht, welche den Anlass begleitet. Der Oberalppass sollte nicht nur als strategischer Ort, sondern auch als Mittelpunkt der Schweiz angesehen werden. Von hier aus fliessen Flüsse durch die ganze Schweiz und nach Europa. Schon im Jahr 1997 fand ein Gebetstreffen mit Werner Woiwode vom Abraham-Dienst statt, der die Wichtigkeit dieses Orts erkannt hatte.

Nach einer Lobpreiszeit und gemeinsamem Gebet wird die Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung in den Fokus gestellt und Gott gedankt und ihm die Ehre gegeben. Ebenfalls danken wir ihm für den Erhalt der notwendigen Audio-Übersetzungen in Italienisch und Französisch. Gemeinsam proklamieren wir, dass die Tessiner und Romands ebenfalls völlig zur Schweiz gehören und erneuern damit den Bund.

Eine Karte des Wasserschlosses Schweiz ohne Kantonsgrenzen, aber mit Hauptstädten, Flüssen, Seen und Salzvorkommen wird vorgestellt. Sie steht für Gemeinschaft und Einigkeit.

Gott hat uns zusammengerufen, um uns deutlich zu machen, dass jeder von uns eine Quelle ist, schliesslich bestehen wir zu 60-80% aus Wasser. Gott möchte uns reinigen, damit alles, was wir tun, nicht unrein wird. Wir kommen nur ans Ziel, wenn wir rein sind. In Jakobus 3,1–12 steht unsere Zunge in Verbindung mit einer Quelle. Wir ernten die Früchte dessen, was aus unserem Mund kommt.

Beten wir, was wir wünschen? Oder bitten wir Gott, uns seine Worte in den Mund zu legen? Wir können aus uns heraus unsere Zunge nicht bändigen, aber wir können Gott darum bitten, es zu tun – für ihn ist nichts unmöglich! Erlauben wir Gott, dass er unsere Zunge leitet. Wir müssen uns entscheiden, sonst passiert nichts.

Heute ist kein normales Gebetstreffen, es ist einzigartig: Gott versammelt uns hier aus der ganzen Schweiz, um die Quelle des Lebens in die ganze Schweiz zurück zu bringen. Nach einer persönlichen Gebetszeit und anschliessender Mittagspause laden Alphornklänge zur zweiten Lobpreiszeit ein.

Die Quellen reinigen
Nun teilen wir uns in vier Gruppen auf und richten uns mit vier Wasserkrügen und Salzschalen an den vier Himmelsrichtungen aus. Sie symbolisieren die vier Wasserquellen des Rhein, Inn, Ticino und der Rhone. Diese Flüsse fliessen von der Schweiz aus durch Europa in die Meere. In einem prophetischen Akt reinigen wir die Quellen mit Dank, Bekenntnis, Versöhnung, Bitte um Vergebung und Wiederherstellung. Das anschliessende Lied «Heile unser Land» rundet diesen Akt ab, bei dem es auch um persönliche Heiligung geht.

Mit dem Lied «Mutig komm ich vor den Thron» nehmen wir in Gruppen das Abendmahl ein.

Auch der nächste Input macht klar, was es bedeutet, wenn wir unsere Komfortzonen verlassen und im Gehorsam gegenüber Gott laufen. Reinigung beginnt zuerst bei uns persönlich und darauf folgt auch persönliche Heilung.

Im Anschluss daran werden die einladenden Kantonsfahnenträger für GL, GR, TI, UR, ZG und Stellvertreter für VS durch die Leitung von «Gebet für die Schweiz» gesegnet und dürfen danach Segnungen der Teilnehmer entgegen nehmen. Nach weiteren Dankesworten werden der Leitung von GfdCH symbolisch vier Schlüssel überreicht.

Mit Psalm 121 empfangen wir den Abschiedssegen und werden als reinigendes Salz in unsere Gebiete entlassen.

 

 

 

 

 

 

Bildnachweis: Andi Fuhrer, www.andi-fuhrer.ch