Vernetzungstag am 6. April in Bern

Vernetzungstag am 6. April in Bern

Joël Reymond
04 / 05 / 19

Rund 170 Personen nahmen am Vernetzungstag am 6. April in den Räumlichkeiten der Stadtmission im Herzen der Stadt teil. Die Leitung von Gebet für die Schweiz nahm die Gelegenheit wahr, die anwesenden Fürbitter zu motivieren, indem sie an die Mission und die Stärken der Organisation erinnerte.

Klima der Dringlichkeit
Der Hauptredner Hans-Peter Lang, Leiter von GfdCH, rief die Teilnehmer dazu auf, ihre Verantwortung im Gebet in einem Klima zu übernehmen, das zu grosser Dringlichkeit antreibt. Er zitierte das in Abu Dhabi geschlossene Bündnis, das von einem bedeutenden sunnitischen Imam und dem Papst diskret als "Anfang der Universalkirche" dargestellt wurde. Hans-Peter Lang führte ausserdem einige Fälle von "administrativer und institutioneller Verfolgung" gegen das Zeugnis Christi an.

Eine Organisation mit Aufschwung
"In den letzten fünf oder sechs Jahren hat sich unsere Position im Leib Christi gefestigt", sagte Hans-Peter Lang. Immer mehr Organisationen schließen sich Gebet für die Schweiz an. "Wir verlieren uns nicht in den operativen Aufgaben", erinnert sich der nationale Direktor, "wir müssen eine Inspirations- und Orientierungskraft bleiben." Um den wachsenden Einfluss unserer Organisation zu erklären, bekräftigte Hanspeter Lang: "Es kommt aus dem Gebet und unserem Gehorsam gegenüber der Stimme des Geistes. Das führt uns und sonst nichts!"

In Einheit führen
Hans-Peter Lang stellte fest, dass sich innerhalb der leitenden Gremien der Organisation starke, innige Beziehungen zwischen deutsch- und französischsprachigen Christen entwickelt hatten. Institutionell sind die Fahnenträger, die von GfdCh seit dem Jahr 2005 koordiniert wurden, nun eine eigenständige Einheit.

Die Schweiz im Dienst für Europa
Der vielleicht überraschendste Teil von Hans-Peter Langs Motivationsrede zu einer Zeit, in der die Beziehungen zu Europa die politische Klasse weiterhin unter Druck setzen, ist die Ankündigung der Schlüsselrolle der Schweiz aus Europa. "Wir müssen Europa dienen. Wir sind sowohl sein Wasserturm als auch sein Safe. Diese Realitäten spiegeln unsere Berufung auch im geistlichen Bereich wider."
Unter anderem ist hier die Erweckungsbewegung der Wiedertäufer aus der Schweiz zu nennen, eine Bewegung, die die frühe Kirche anders als die Reformatoren wiederentdecken wollten und die Nordeuropa und die Neue Welt erreichten, jedoch auf Kosten von Tausenden von Märtyrern!

Gebet in Kantonsgruppen
Nachdem Ruth Bösch, Fahnenträgerin des Kantons Schaffhausen und Leitungsmitglied von Gebet für die Schweiz dazu einlud, sammelten sich die Beter in ihren jeweiligen Kantonen – die Kantonsflaggen dienten dabei Sammelpunkt der Fürbitter. Es wurden keine Gebetsanliegen gegeben, die Gruppen beteten frei und legten sich beim Beten die Hände auf die Schultern.

«Up to faith» auf dem Bundesplatz
Das Nachmittagsprogramm wurde auf dem Bundesplatz fortgesetzt, wo Fahnenträger und Fürbitter sich als sichtbare und unsichtbare Mauer um die Up to Faith-Proklamation stellten: Tänzer unterschiedlicher Herkunft, Farbe und Alters hatten sich seit mehreren Monaten vorbereitet, um Gott durch Tanz, Musik und Bewegung auf dem Bundesplatz anzubeten.
Seit 2012 in der Schweiz präsent, begann diese Veranstaltung 2011 mit mehr als 2000 Tänzern auf dem Heldenplatz in Budapest in Ungarn.