«Unser Hauptanliegen ist die Fürbitte für Israel»

«Unser Hauptanliegen ist die Fürbitte für Israel»

12 / 02 / 19

Die Kontaktgruppe Israel ist seit 1993 als gemeindeübergreifender christlicher Verein  tätig. Sie bildete sich aus einer seit 1987 bestehenden Gebetsgruppe. Die Kontaktgruppe Israel unterstützt christliche Gemeinden darin, ihre Verantwortung gegenüber den Juden und dem Staat Israel zu erkennen und wahrzunehmen, auf die Stellung Israels im Heilsplan Gottes hinzuweisen und dem zunehmenden Antizionismus entgegenzuwirken.

Was motiviert euch dazu, für Israel zu beten?
Die Verheissungen, die Gott für Israel hat, betreffen auch uns. Wir pflegen den Kontakt zum Land Israel und zu den jüdischen Menschen. Gott schreibt die Geschichte weiter. In Jesaja 62, 6–7 heisst es: «Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den Herrn erinnert, gönnt euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden!»

Ihr betet schon seit Jahrzehnten regelmässig für Israel. Gibt es ermutigende Erlebnisse, die euch darin bestärkt haben, im Gebet dran zu bleiben?
Israel besitzt ein Recht auf sein Land. In unmöglichen Situationen hat Gott dem Land geholfen, zum Beispiel im Yom Kippur-Krieg 1973, während der Zweiten Intifada 2002 oder bei den Giftgasangriffen von Syrien 2013. Israel gelang es, rund eine Million russische Juden und 100‘000 äthiopische Juden zu integrieren. Es ist eine High-Tech Nation geworden. Die 70-Jahr-Feier seit der Staatsgründung ist eine Erfüllung von Jesaja 62,10: «[…] Richtet ein Zeichen auf für die Völker!» Ein Feldzeichen wurde über den Völkern aufgerichtet!

Welche Rolle in Bezug auf Israel spielt die Schweiz?
Leider keine gute. Das EDA beharrt trotz dringender Anfragen und Begehren von jeweils mindestens 20 Nationalräten betreffend BDS, UN-Menschenrechtsrat oder Anerkennung Jerusalem als Hauptstadt Israels auf seiner Position. Ein Brief vom EDA aus dem Jahr 2018 verdeutlicht dies: «Die Haltung der Schweiz im Nahostkonflikt zielt auf eine verhandelte Zweistaatenlösung ab. […] Die Schweiz hat im Rahmen der UN-Generalversammlung vom 21.12.2017 bezüglich des Status Jerusalems ihre Position bekräftigt.» Das bedeutet: keine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und keine Verlegung der Schweizer Botschaft.

Was sind die Hauptanliegen eures Dienstes?
Unser Hauptanliegen ist die Fürbitte. Eine wichtige Aufgabe ist unser Gebetsbrief, den Noelle Krebs schreibt. Sie setzt ihn auf unsere Homepage und wir wissen, dass dieser Gebetsbrief über 500 Fürbitter erreicht, darunter auch die Marienschwesternschaft von Darmstadt, die ihn regelmässig für ihre Fürbitte benützt.
Es ist uns wichtig, Flagge zu zeigen. Deshalb haben wir am jährlich stattfindenden Marsch des Lebens für Israel in Basel in den Jahren 2016, 2017 und 2018 teilgenommen.
Wir unterstützen regelmässig Projekte in Israel und organisieren in unregelmässigen Abständen Vorträge.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kontaktgruppe Israel?
Wir wünschen uns erstens ein gesundes Wachstum. Zweitens wünschen wir uns Lehrstunden, «um dadurch die Einsicht zu gewinnen, vorsichtiger zu sein mit unserem Urteil über jüdische Menschen, denn wir wissen über unsere jüdischen Zeitgenossen (und deshalb auch über die jüdischen Zeitgenossen Jesu) weniger als wir wissen müssten, um den Juden Jesus wirklich zu verstehen.» (Zitat aus «Jesus, der Jude» von Guido Baltes).