Vernetzungstag Gebetsnetzwerk Deutschschweiz

Vernetzungstag Gebetsnetzwerk Deutschschweiz

Stephan Trottmann
02 / 01 / 19

Grüppchenweise trafen die rund 160 Fahnenträger und Gebetspartner aus der ganzen Deutschschweiz im Schloss Liebegg ein und wurden mit Kaffee und frischem Zopf gestärkt. Die Fanfare der silbernen Trompete rief in den Schlosssaal, in welchem bereits die ersten Lobpreislieder in den Himmel steigen. Die gesungene Bitte um Ausgiessung von Strömen von lebendigem Wasser führte nahtlos in den Input von Hans-Peter Lang, Leiter von Gebet für die Schweiz.

In der vergangenen Nacht hatte Gott ihn geweckt und mit ihm über sein Gemeindeverständnis gesprochen. Aus diesem Verständnis heraus wird der Auftrag, den fünffältigen Dienst wieder aufzurichten, neu wichtig. Ein Bild für den fünffältigen Dienst, das Hans-Peter Lang aus einem Buch von Winfried Bauer zitierte, möchte ich hier ebenfalls weitergeben.

Es ist das Bild einer Flugzeugbesatzung, die aus einem Flugkapitän, dem Co-Piloten, dem Navigator und dem Kabinenpersonal besteht. Die Aufgabe des Flugkapitäns entspricht dem Dienst des Apostels, dessen Aufgabe es ist, die Gemeinschaft an das von Gott bestimmte Ziel zu bringen. Dazu muss er sich und sein Team vorbereiten und seinen Blick auf das Ziel richten. Ergänzt wird er vom Co-Piloten, zu dessen Aufgabe die Kommunikation gehört. Dies ist vergleichbar mit dem Dienst des Propheten. Der Navigator bildet eine wichtige Ergänzung zu diesem Duo, denn er muss die Flugrichtung, Höhe und weitere sicherheitsrelevante Informationen im Blick behalten und allenfalls vor Abweichungen im Kurs warnen. Diese Aufgabe ist vergleichbar mit dem Dienst des Lehrers, der aus dem Wort Gottes die nötige Erkenntnis erhält und diese auch vermittelt.

Diese Dienste kommen den Passagieren nur indirekt zugute. Das Kabinenpersonal – die Evangelisten und Hirten – steht mit den Passagieren in direktem Kontakt. So ist es notwendig, dass diese Dienste Hand in Hand gehen. Wenn ein Dienst fehlt, erreicht weder das Flugzeug noch die Passagiere ohne Turbulenzen ihr Ziel.

Die anschliessende Gebetszeit und das Mittagessen wurden genutzt, um das Gehörte im Gebet und im Gespräch aufzunehmen. Der Nachmittag startete mit einer intensiven Gebetszeit für unsere Obrigkeit. Stephan Trottmann, der Leiter des deutschschweizerischen Gebetsnetzwerks der Fahnenträger, führte aus, dass das Gebet für die Obrigkeit ein wichtiger Bestandteil der Aufgaben der Fahnenträger sei. In einem kurzen Abriss über die Geschichte der Fahnenträger und des Gebetsnetzwerks betonte er, dass es bei diesem Dienst nicht um die Fahne an sich, sondern um das Gebet zugunsten der jeweiligen Ortschaft gehe. Gegen Ende des Vernetzungstags beteten wir dann auch intensiv dafür, dass in allen Ortschaften der Schweiz Fahnenträger berufen werden, um ihren Gemeinden zu dienen. Zum Abschluss dieses Tages wurde nochmals Gott mit kräftigen Stimmen angebetet und sein Name erhöht.