Sieben Ja-Worte

Sieben Ja-Worte

20 / 09 / 18

Die Organisation «Towards Jerusalem Council II» (TJCII) hat sieben Ja-Worte herausgegeben, die die Einheit der messianisch-jüdischen mit der heidenchristlichen Gemeinde bezeugen. «Die Gemeinde Jesu ist erst vollständig», sagt Markus Neurohr, der nationale Koordinator von TJCII, «wenn wir ohne Trennmauer mit den jüdischen Gläubigen eins sind in Jesus Christus unserem Erlöser und Herrn.» Er wünscht sich, dass sich viele Gemeinden und Kirchen in der Schweiz bereit erklären, die sieben Ja-Worte zu unterzeichnen. International bekannte Gemeinden wie die Gateway Church in Texas haben die Ja-Worte bereits unterzeichnet.

Das ursprüngliche Jerusalemer Konzil (Apg 15) hat bei der Aufstellung seiner Grundsätze die Achtung vor der Verschiedenheit im Leib Christi bezüglich jüdischer und nichtjüdischer Identität gewahrt. In Übereinstimmung damit geben wir folgende Erklärung ab:

  1. Wir bekennen uns zu der Erwählung Israels und deren unwiderruflicher Natur. Des Weiteren bekennen wir uns zu G-ttes noch nicht abgeschlossenen Erlösungswerk mit dem jüdischen Volk und zu Israels Rolle als Segen für die Völker.
  2. Wir bestätigen, dass Juden, die zum Glauben an den Messias Jesus kommen, aufgerufen sind, ihre jüdische Identität zu behalten und als Teil ihres Volkes zu leben, jeweils in einer Weise, die dem Neuen Bund entspricht.
  3. Wir bestätigen, dass die Gründung Messianisch-Jüdischer Gemeinden eine wichtige und wirksame Art ist, die kolllektive jüdische Identität (in Jesus) zum Ausdruck zu bringen. Sie ist ein Mittel, Jesus vor der jüdischen Gemeinschaft zu bezeugen. Wir bestätigen auch die Legitimität jüdischer Gruppierungen, die einerseits Teil der Kirche sind und andererseits jüdischer Lebensweise und Identität verpflichtet bleiben.
  4. Wir bestätigen, dass wir als Teil der Kirche bereit sind, Brücken zur Messianisch-Jüdischen Gemeinschaft zu bauen, die Hand zur Freundschaft zu reichen und für ihr Wachstum und ihre Lebendigkeit zu beten. Wir wollen daran auch unter dem Druck der regionalen oder nationalen jüdischen Gemeinschaft festhalten.
  5. Wir erklären unsere Bereitschaft, unsere Ressourcen mit messianisch-jüdischen Gemeinden, deren Missionswerken und theologischen Ausbildungsstätten zu teilen, um sie dazu auszurüsten, ihre G-tt-gegebene Aufgabe zu erfüllen.
  6. Wir erklären unsere Bereitschaft, in unseren kirchlichen Gremien und Bereichen unsere Stimme gegen jede Form des Antisemitismus, der Ersatztheologie (Substitutionslehre) und jeder Lehre zu erheben, die den Ausdruck jüdischer Identität in Jesus verhindern will.
  7. Schliesslich bestätigen wir, dass G-tt verherrlicht wird, wenn sich jüdischer und nichtjüdischer Lebensstil in Jesus organisch Seite an Seite als unterscheidbare Identitäten entwickeln. Wir bestätigen, dass das Reich der Himmel vorangebracht und die Vision des Einen Neuen Menschen (Eph 2) sich als Teil des ursprünglichen abrahamitischen Segens für alle Völker entfalten wird.

Gemeinden, die die sieben Ja-Worte unterzeichnen wollen, können sich mit TJCII in Verbindung setzen.