Oberalp-Gebet

«Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn der Himmel und Erde gemacht hat. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht!» Psalm 121

Die Oberalp- Passhöhe, 2044 m.ü.M, ist strategisch ein wichtiger Ort zum Beten. Denn aus dem Schweizer Alpenmassiv entspringen 4 Flüsse: Rhein, Rhone, Ticino, Inn, die durch die Schweiz und nach Europa fliessen. Hier berühren sich beinahe auch alle 4 Landessprachen: Rätoromanisch in der Surselva, Italienisch auf der nahen Alpensüdseite, Deutsch in der Innerschweiz und hinter dem Furkapass der Kanton Wallis mit der französischen Sprache.

Durchs Gebet und Hören auf Gott wollen wir gemeinsam in Einheit vorwärts gehen und den Plan und den Auftrag Gottes für die Schweiz ausführen.

  • Preghiere - Prière - Gebet - Oraziun
  • Lode - Louange - Lobpreis - Laud
  • Messaggi - Message - Botschaft - Messadi
  • Bandiere - Drapeaux – Fahnen - Bandiera
  • Vestiti caldi - Habits chaud - warme Kleider - Vestgadira caulda :-)
  • Sedia propria - Prenez votre propre siège - Eigene Sitzgelegenheit - Indrez da seser (sutga)
  • Picnic - Pique-nique - Picknick - Picnic

Der alljährliche Gebetstag findet immer im dritten Samstag im Juni statt - dieses Jahr am 19. Juni 2021.

Flyer 2021

Gebet auf dem Oberalp 2020

 

Rund 150 Beterinnen und Beter aus allen Landesteilen und -sprachen trafen sich am 20. Juni 2020 auf der Oberalp-Passhöhe. Der eisig-kalte Wind konnte sie nicht zurückhalten, an dem Anlass im Freien gemeinsam einzustehen für einen "frischen Wind" in der Schweiz und darüber hinaus.

Zeiten der Anbetung, der persönlichen Busse und Reinigung, das symbolische Verbrennen von mitgebrachten Holzscheitern mit den zuvor bekannten Sünden, und das gemeinsame Feiern des Abendmahls beim Kreuz oberhalb der Passhöhe gaben dem Tag viel Tiefe. Die geistlichen Früchte werden sichtbar werden!

Mit schönen Alphornklängen wurden alle zum Beginn bis 10 Uhr begrüsst.

Letztes Jahr haben wir symbolisch die vier Quellen der grossen Schweizer Flüsse gereinigt. Dieses Jahr erzählte Alex Schaub, Kantonsleiter Gebet Graubünden, über die Symbolik der sieben Brunnen des Isaaks. Sein Vater Abraham hatte Brunnen gegraben, die später verschüttet wurden. Jede neue Generation muss die Brunnen wieder neu öffnen. Isaak blieb an keinem der ersten sechs Brunnen stehen, sondern er ging weiter vom Brunnen des Neides, der negativen Familiengeschichten, der Wüstenzeiten, des Streites, der Feindschaft und des Wohlergehens. Erst als er in jener Nacht am siebten Brunnen des Eides ankam (Beerscheva), da erschien ihm der HERR. Alex schliesst mit der Frage: «Mit wem stehst du im Bund?»

Anschliessend erzählte Alfred Regli, Kantonsleiter Gebet Uri, seine Eindrücke über den Umgang mit dem Teufel im Kanton Uri. Es gibt den Teufelstein, die Teufelsbrücke, die Einweihung des NEAT-Tunnels mit den Dämonen und Derwischen und das Zentralschweizerische Jodlerfest im 2022. Auf dem Flyer sieht man den Teufel mit der Urner Fahne in der Hand.

Wir wurden aufgerufen, alles, was nicht den HERRN meint, symbolisch in das mitgebrachte Holz zu legen und im Feuer zu verbrennen. In kleinen Gruppen folgte eine intensive Gebetszeit.

Nach dem Picknick trafen wir uns beim nahegelegenen Kreuz. Wieder spielten die drei Alphornbläser traditionelle Melodien. Im Abendmahl traten wir erneut in den neuen Bund, den Jesus mit uns geschlossen hat, ein. Auf dem Rückweg zur Passhöhe wurden Kerzen verteilt. Diese sollen täglich kurz angezündet werden und an das in uns entfachte Feuer erinnern. Dazu hat uns Milco Margaroli untenstehende Gebets-Proklamation mitgebracht. Seine Rede hat Milco mit Tessiner Temperament in seiner Muttersprache Italienisch gehalten, welches ins Deutsche und Französische übersetzt wurde.

Hans-Peter Lang fasste den Tag mit einigen Worten zusammen. Wir sind nicht nur auf den Berg gekommen um zu beten, sondern wollen im Tal unsere Häuser auf Fels bauen - auf den Felsen Jesus Christus. Im Abschlussgebet segnete er die Innerschweiz und rief symbolisch die fehlenden Fahnenträger in den Kantonen Schwyz, Obwalden und Nidwalden. Die ehemalige Sennerin Pia rief uns zum Abschluss einen Alpsegen zu.

Bericht von Alex Schaub & Claudia Scaramella

Gebets-Proklamation

 

Vor dem Herrn verkünde ich gemeinsam mit meinen Geschwistern:

Ich will ein Träger deines Feuers sein,

das du heute in mich platziert hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer erleuchten,

das du heute in mir entzündet hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer erwärmen,

das du mir heute gegeben hast.

Ich möchte mein Land mit deinem Feuer in Brand setzen,

das du heute in mir angezündet hast.

Ich möchte deine Gegenwart mit deinem Feuer,

das du heute in mir entfacht hast, in mein Land bringen.

 

Öffne mir die Augen, um zu sehen, wie du siehst;

um zu verstehen, wie, wo und wann du dein Feuer freisetzen

willst, das du heute in mich gelegt hast!

 

Milco Margaroli

Gebet auf dem Oberalp 2019

Mit Alphornklängen und ca. 160 Teilnehmenden aus der Schweiz und Nachbarländern startete der Oberlappass-Anlass am 15. Juni 2019 sehr kraftvoll. Viele von uns hatten im Vorfeld unter anderem für das Wetter gebetet, weil Sturmböen und Regen vorausgesagt worden waren – Gott erhörte uns und liess die Sonne scheinen!

Bei der Begrüssung wird auf die Zahl 4 aufmerksam gemacht, welche den Anlass begleitet. Der Oberalppass sollte nicht nur als strategischer Ort, sondern auch als Mittelpunkt der Schweiz angesehen werden. Von hier aus fliessen Flüsse durch die ganze Schweiz und nach Europa. Schon im Jahr 1997 fand ein Gebetstreffen mit Werner Woiwode vom Abraham-Dienst statt, der die Wichtigkeit dieses Orts erkannt hatte.

Nach einer Lobpreiszeit und gemeinsamem Gebet wird die Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung in den Fokus gestellt und Gott gedankt und ihm die Ehre gegeben. Ebenfalls danken wir ihm für den Erhalt der notwendigen Audio-Übersetzungen in Italienisch und Französisch. Gemeinsam proklamieren wir, dass die Tessiner und Romands ebenfalls völlig zur Schweiz gehören und erneuern damit den Bund.

Eine Karte des Wasserschlosses Schweiz ohne Kantonsgrenzen, aber mit Hauptstädten, Flüssen, Seen und Salzvorkommen wird vorgestellt. Sie steht für Gemeinschaft und Einigkeit.

Gott hat uns zusammengerufen, um uns deutlich zu machen, dass jeder von uns eine Quelle ist, schliesslich bestehen wir zu 60-80% aus Wasser. Gott möchte uns reinigen, damit alles, was wir tun, nicht unrein wird. Wir kommen nur ans Ziel, wenn wir rein sind. In Jakobus 3,1–12 steht unsere Zunge in Verbindung mit einer Quelle. Wir ernten die Früchte dessen, was aus unserem Mund kommt.

Beten wir, was wir wünschen? Oder bitten wir Gott, uns seine Worte in den Mund zu legen? Wir können aus uns heraus unsere Zunge nicht bändigen, aber wir können Gott darum bitten, es zu tun – für ihn ist nichts unmöglich! Erlauben wir Gott, dass er unsere Zunge leitet. Wir müssen uns entscheiden, sonst passiert nichts.

Heute ist kein normales Gebetstreffen, es ist einzigartig: Gott versammelt uns hier aus der ganzen Schweiz, um die Quelle des Lebens in die ganze Schweiz zurück zu bringen. Nach einer persönlichen Gebetszeit und anschliessender Mittagspause laden Alphornklänge zur zweiten Lobpreiszeit ein.

Die Quellen reinigen
Nun teilen wir uns in vier Gruppen auf und richten uns mit vier Wasserkrügen und Salzschalen an den vier Himmelsrichtungen aus. Sie symbolisieren die vier Wasserquellen des Rhein, Inn, Ticino und der Rhone. Diese Flüsse fliessen von der Schweiz aus durch Europa in die Meere. In einem prophetischen Akt reinigen wir die Quellen mit Dank, Bekenntnis, Versöhnung, Bitte um Vergebung und Wiederherstellung. Das anschliessende Lied «Heile unser Land» rundet diesen Akt ab, bei dem es auch um persönliche Heiligung geht.

Mit dem Lied «Mutig komm ich vor den Thron» nehmen wir in Gruppen das Abendmahl ein.

Auch der nächste Input macht klar, was es bedeutet, wenn wir unsere Komfortzonen verlassen und im Gehorsam gegenüber Gott laufen. Reinigung beginnt zuerst bei uns persönlich und darauf folgt auch persönliche Heilung.

Im Anschluss daran werden die einladenden Kantonsfahnenträger für GL, GR, TI, UR, ZG und Stellvertreter für VS durch die Leitung von «Gebet für die Schweiz» gesegnet und dürfen danach Segnungen der Teilnehmer entgegen nehmen. Nach weiteren Dankesworten werden der Leitung von GfdCH symbolisch vier Schlüssel überreicht.

Mit Psalm 121 empfangen wir den Abschiedssegen und werden als reinigendes Salz in unsere Gebiete entlassen.