Für die Schweiz beten

Für die Schweiz beten

Susanna Rychiger
19 / 12 / 17

Viele bezeichnen mich aufgrund meiner Verantwortung bei 24-7CH und „Gebet für die Schweiz“ als Fürbitterin. Eigentlich höre ich dies nicht so gerne. Fürbitte ist in meinen Augen kein Berufsbild, das ich in der Bibel erkennen kann. Aber ich kann erkennen, dass Gott mich (und auch dich) gerufen hat zur Fürbitte für unsere Nation.

Genauso kam es mit mir. Die Leidenschaft Gottes zu mir hat mich gepackt. Ich wollte ihn besser kennen lernen, meine Beziehung zu ihm pflegen und entdecken, was es heisst, mit Jesus unterwegs zu sein. Das Gebet steht zuoberst, denn mit jemandem Beziehung zu pflegen, heisst mit ihm zu reden – also beten. Aus meiner Beziehung zu Jesus heraus lernte ich meine Verantwortungen kennen.

Eine Verantwortung, die Gott uns allen gibt, die wir aber oft nicht als solche wahrnehmen, ist das Gebet für unsere Nation. Die Bibelstellen sind bekannt: sei es in 2 Chronik 7,14, wo das Versprechen steht, dass Gott unser Land heilen wird, wenn wir uns demütigen, beten, ihn suchen und uns vom Bösen abwenden oder in 1 Tim 2,1 wo uns ein ruhiges Leben verheissen wird, wenn wir für alle Menschen und die Obrigkeiten in Bitten, Gebeten, Fürbitte und Danksagungen einstehen werden. Ich wollte und konnte mich plötzlich dieser Verantwortung nicht mehr entziehen.

Gott nahm mich mit auf einen Weg, bei dem ich bis heute kein Ende sehe. Durch seine Augen darf ich die Welt entdecken und dazu gehören Freud und Leid. Schaue ich durch sein Herz, bekomme ich seine Leidenschaft für meine Mitmenschen und somit auch für meinen Ort und für meine Nation auferlegt. Dadurch werde ich nicht zu einer professionellen Fürbitterin, sondern ganz einfach zu einer leidenschaftlichen Liebhaberin Gottes, die mit ihm diese Nation beflügeln und prägen will und die in den Riss treten möchte.

Du bist die Hoffnung für viele Menschen und du bist Teil der Hoffnung für diese Nation. Vergiss dies nie, denn du kennst die ultimative Hoffnung – JESUS. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du als Hoffnungsträger auch dein Gebetsleben für die Nation fördern kannst.Einiges habe ich über die letzten Jahre gelernt und darf ich immer wieder umsetzen:

  • Die täglichen Schlagzeilen will ich mit Gottes Augen lesen und daraus meine Gebete formulieren.
  • Stehen Wahlen/Abstimmungen an, gehe ich nicht nur an die Urne, sondern bete auch dafür.
  • Bin ich mit dem Zug oder Auto unterwegs, wird dies oft zu einer Gebetszeit für unsere Nation. Ich segne die Ortschaften, durch die ich hindurchfahre, bete für Firmen, deren Namen ich unterwegs lese und lasse mich von Gott im Gebet leiten.
  • Sitze ich an einer Sportveranstaltung (was ich zugegebenermassen sehr liebe), segne ich immer wieder die Menschen rund um mich und gleichzeitig bitte ich, dass die Begeisterung, die an einer solchen Veranstaltung zu spüren ist, mehr und mehr auch in unseren Gemeinschaften für Jesus spürbar ist…und so gibt es noch viele kleine Alltagsgelegenheiten.

Ich persönlich liebe das einfache Gebet und in mir ist die feste Überzeugung gewachsen: Wenn wir uns bewusst sind, dass wir die Hoffnungsträger dieser Nation sind und dass Jesus in uns den Unterschied macht, dann sind wir ein wandelndes Gebet und werden zum Segen für unsere Nation. Aus dieser Haltung heraus wächst der Wunsch, ein/e BeterIn zu sein, die sich für die Nation vor Gottes Thron einsetzt – im Alltag, in einer Gebetsgruppe, an einer speziellen Fürbitte-Veranstaltung oder alleine vor Gott. 

Du bist ein Segen für unsere Nation!