«Wohin brechen wir auf?»

«Wohin brechen wir auf?»

Vernetzungstag Deutschschweiz vom 4.11.2017 in Brunnen
F. & M. Mani
15 / 11 / 17

Rund 100 Fahnenträger und Gebetsverantwortliche aus der Deutschschweiz liessen sich zum Vernetzungstag rufen. Nach dem Trompetenstoss um 10 Uhr traten wir gemeinsam in einen feurigen Lobpreis vor Gott und wurden uns seiner Grösse, Liebe, Kreativität aber auch seiner verschwenderischen Liebe und Grossmütigkeit bewusst. Die eindrückliche Botschaft von Hans-Peter Lang schärfte unser Bewusstsein von Zustand und Auftrag.

Das Thema ist Aufbruch: Wohin sollten wir aufbrechen? Wenn wir aufbrechen, müssen wir etwas loslassen. Für Schweizer ist das besonders schwer, da sie in der Regel sehr viel zum Loslassen haben. Bin ich bereit, an dem Ort, wo Gott mich hingestellt hat, eigene Vorstellungen loszulassen und nach SEINEN Vorstellungen zu wirken?

Der Aufbruch muss zurück zur Einheit und Versöhnung aller Gläubigen führen. Im gemeinsamen Gebet wächst die Einheit. Erst mit diesen Voraussetzungen kann Gott uns seinen Auftrag offenbaren und wir ihn siegreich ausführen.

Nach dem Verzehr des selbst mitgebrachten Lunchs in einer offenen und wohltuenden Atmosphäre wurden wir am Nachmittag vom Kantonsfahnen-Träger Peter Braun in die Geschichte des Kantons Schwyz eingeführt. So erfuhren wir unter anderem, dass sich die Reformation nicht durchsetzen konnte und von Zürich aus drei Kriege gegen Schwyz geführt wurden. Über Jahrhunderte hindurch blieb das wahre Licht dem Kanton Schwyz verwehrt, da sich die Konfessionen bis aufs Blut bekämpft hatten.

Nachdem wir einiges über die heutige Situation der Gemeinden im Kanton gehört hatten, begannen wir für sie zu beten. Doch schon nach kurzer Zeit führte Gott vom offiziellen Programm weg. Vor der Fürbitte sollten wir zuerst stellvertretend Busse tun für begangene Blutschuld. Dem folgte eine eindrückliche prophetische Handlung der Kantonsfahnenträger von Zürich und Schwyz. Zürich tat Busse, dass sie Gottes Wege verlassen hatten und sich zu Mord und Totschlag hinreissen liessen. Schwyz bat um Vergebung für alles, was unternommen wurde, um die Reformation zu stoppen.

Als um ca. 15:30 Uhr zur Schussrunde und zum Segen angesetzt wurde, konnten wir tief berührt und von Herzen dankbar auf einen reich gesegneten Tag zurückschauen. Mit der tiefen Überzeugung, dass Gott an diesem Vernetzungstag in Brunnen und damit im ganzen Kanton Schwyz Geschichte geschrieben hatte, gingen wir glücklich und bewegt nach Hause.

Die Abschiedsworte von Hans-Peter Lang begleiten uns: «Gott setzt von hier aus etwas Gewaltiges in Bewegung, das über die Kantons- und sogar Landesgrenze hinaus ausstrahlen wird».