Gebet auf dem Chasseral

Gebet auf dem Chasseral

Serge-André Maire
28 / 09 / 17

Die zwölfte Ausgabe des Chasseral-Gebets fand am Samstag, 2. September bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius statt. Nachdem wir in einem Saal, der uns vom Hôtel du Chasseral dankenswerterweise zur Verfügung gestellt worden war, das Pick-Nick gegessen hatten, begaben wir uns zu Fuss zum Sendeturm. Die Aussicht auf dem Chasseral, die beinahe das ganze Land umfasste, lud zum Gebet ein.

Der Enthusiasmus der rund hundert Personen, die an diesem Treffen teilnahmen, konnte durch die kühlen Temperaturen nicht geschmälert werden. Die Jurassic Praise Band, die bereits am letztjährigen Chasseral-Gebet mitgewirkt hatte, führte die Teilnehmer in eine starke Zeit der Anbetung, die von drei Gebetszeiten in Gruppen begleitet wurde.

An diesem 600-Jahr-Jubiläum der Geburt von Nikolaus von Flüe sprach der Unternehmer Yves Enderli über das Thema "Eine Leidenschaft für Jesus, die uns zum Fasten und zur Umkehr führt". Hier einige Gedanken seiner Botschaft:

"In der Geschichte der Menschheit hat Gott immer mit einzelnen Menschen so zu handeln begonnen, wie er dann im Grossen handelte. Diesen einzelnen Menschen war gemeinsam, dass sie von einer so starken Leidenschaft getrieben waren, dass sie sich völlig Gott hingaben."

"Was hatte Nikolaus von Flüe angetrieben, sich im Alter von 50 Jahren völlig von der Welt zurückzuziehen und sich für die letzten 20 Jahre seines Lebens ganz Gott hinzugeben? Ihn, der in seinem weltlichen Leben so erfolgreich gewesen war - Bauer, Vater von zehn Kindern, Richter, militärischer Befehlshaber und geschätzter Politiker?"

"Bevor er auf den Ruf Gottes antworten konnte, hatte er gerungen - monatelange, jahrelang - bis er beinahe in eine tiefe Depression fiel. Es war die Entdeckung des Leidens und Todes Jesu Christi für uns, die ihm die Freude und den Sinn des Lebens zurückbrachte."

"Die Leidenschaft für Jesus, der Ruf zu einem Leben des Gebets und des Fastens sind heute eine Dringlichkeit. Wir brauchen Menschen, die von Gott berufen sind und die für die Schweiz in die Bresche stehen."