St. Gallen

Aus der Geschichte 

 

Da der Kanton St. Gallen erst 1803 aus verschiedenen Territorien geschaffen worden ist, ist er konfessionell sehr heterogen. 1814 rebellierte das St.Galler Volk offen gegen die Politik seiner Regierung. Die Rheintaler sammelten sich zum Sturm auf die Hauptstadt, das Sarganserland und der Bezirk Uznach beschlossen, sich vom Kanton abzuspalten. Der eidgenössischen Tagsatzung gelang es durch Gesandte und Entsendung von Truppen dem Treiben ein Ende zu setzen. In den Wahlen von 1833 erlangten die Liberalen, zu denen nicht nur Protestanten, sondern auch Katholiken zählten, die Mehrheit. Im Jahre 1834 wurde deshalb das Gesetz über die Rechte des Staates in kirchlichen Dingen erlassen. Die beiden von der Verfassung anerkannten Kirchen im Kanton St.Gallen wurden unter die Herrschaft des Staates gestellt.

Gallus, Glaubensbote am Bodensee, 550 – 16. Oktober 640

Der Mönch Gallus - zusammen mit Kolumban und weiteren Gefährten - folgte der Berufung, als Missionar das Kloster Bangor in Irland zu verlassen und über Luxeuil bis nach Bregenz zu ziehen. Er zerstörte Götzenbilder und wollte damit beweisen, dass die Macht Gottes durch Jesus Christus grösser ist, als die Macht der Götzen. Er sah sich berufen, als Einsiedler in einer Klause zu leben und war im Steinachtal willkommen. Später entstand das Kloster St.Gallen; es wurde zum geistlichen Zentrum, hatte seine Ausstrahlung und wies den Menschen den Weg des Glaubens.

Vadian (Joachim von Watt) der Reformator, 1484 – 1551

Die Reformation in St.Gallen ist nicht denkbar ohne Vadian. Ohne ihn hätte sie sich in den Wirren der Zeit wohl nicht behaupten können. Als Gelehrter, Arzt und später Bürgermeister verstand er es, den reformatorischen Glauben, ohne Blutvergiessen der Täufer, beliebt zu machen. Befreundete Geistliche lud er in sein Haus ein, um ihnen die Apostelgeschichte zu erklären. Es wurden damals Grundlagen für Haus-, Gebetskreise und Freikirchen (z.B. Stephan Schlatter, 1837) gelegt.

Diakon Jakob Heim, St.Gallen, um 1839

Die Gründung der damaligen „Rettungsanstalt an der Wassergasse“, einem Heim für verwahrloste Kinder, ist Diakon Jakob Heim von St. Gallen zu verdanken. Als schlimme Folge der zunehmenden Industrialisierung und Familienauflösung verbreitete sich eine Jugendverwahrlosung. Heim organisierte einen Kreis hilfsbereiten Frauen und Männern, die Bevölkerung der Stadt unterstützte ihn tatkräftig. Heute übernimmt das Evangelische Schulheim Langhalde in Abtwil bei St.Gallen Verantwortung für eine umfassende Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Schulalter mit Verhaltensauffälligkeiten und/oder Lernbehinderungen.

 

Gebetsanliegen

  • Weise Entscheidung in der Umsetzung des Lehrplans 21.
  • Ein barmherziges Herz der Gemeinden für Sozialhilfeempfänger und diese nicht in die Anonymität der Städte abschieben.

 

Kantonsfahnenträger

Emil Wenk

st.gallen(at)gebet.ch