Schaffhausen

Aus der Geschichte 

 

Judenverfolgungen

Am 22. Februar 1349 wurden die Juden der Stadt wegen angeblicher Brunnenvergiftung verbrannt (die Pest ging um). Die Häuser der Juden kamen in den Besitz der Stadt. Die Schulden der Bürger bei Juden wurden für nichtig erklärt. Im Laufe der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts konnten sich wiederum Juden in der Stadt niederlassen. 1401 wurden auf Grund einer Ritualmordbeschuldigung 30 Erwachsene verurteilt und am 25. Juni verbrannt. 
In der NS-Zeit war die Grenze zum Kanton Schaffhausen ein zentraler Fluchtpunkt für viele von der Deportation bedrohten Juden aus Deutschland. Ab 1942 entwickelte sich gegenüber jüdischen Flüchtlingen von Seiten des Kantons Schaffhausen eine relativ humane Praxis, die offener war als die Vorgaben aus Bern.  Bis zur Gegenwart leben in Schaffhausen nur wenige jüdische Familien.  Kein Ereignis wurde jemals geistlich von einer repräsentativen kirchlichen Vertretung aufgearbeitet. In jüngster Vergangenheit wurde die Geschichte ansatzweise angegangen.

Pfarrer David Spleiss, Schaffhausen, 1786 –1854

David Spleiss war einer der originellsten Erweckungsprediger der Schweiz. Schon in jungen Jahren brachte er seine Nöte und Fragen im Gebet vor Gott. Im August 1813 wurde er zum Pfarrer der kleinen Hegaugemeinde Buch ernannt. Bei einer Wanderung durchs Toggenburg hatte David Spleiss beim Anblick eines hohen, auf einem Hügel stehenden Kreuzes ein Offenbarungserlebnis. Von diesem Tag an gab er das Evangelium mit grossem Einsatz an andere weiter. Nach einer Predigt am 23. April 1818 brach eine Erweckung aus. Viele bekehrten sich zu Jesus Christus und gründeten Gebetsgemeinschaften. Aus dem ganzen Kanton reisten die Menschen zu den Gottesdiensten in Buch; die Regierung sah sich zum Eingreifen veranlasst, die Erweckung hatte aber schon auf andere Dörfer übergegriffen. Spleiss und die Erweckten setzten ihren Glauben auch in Taten praktischer Nächstenliebe um, zum Beispiel durch die Eröffnung des Kinderheims „Frideck“ am 14. Oktober 1841. Bis heute wird unter Christen von der Spleiss’schen Erweckung gesprochen. Viele sehnen sich nach einer neuen Ausgiessung des Heiligen Geistes.

 

Gebetsanliegen

  • Die Identität als Grenzkanton annehmen und wahrnehmen. Teilweise wird Schaffhausen zu Deutschland gerechnet, andererseits wird er als Grenzkanton zum grossen Nachbarn Zürich wenig wahrgenommen. Man gelangt nur über Brücken zum Rest der Schweiz.
  • Die geistliche Berufung als "Leuchtturm" wahrnehmen und ergreifen: Schutzfunktion, Licht- und Orientierungsgeber.
  • Die Gebetsgruppen sollten noch besser vernetzt werden, damit in speziellen Situationen Gebetseinsätze rasch und unbürokratisch stattfinden können.
  • Ergänzung des Kantonsteams.

 

Kantonsfahnenträger 

Ruth Bösch 

schaffhausen(at)gebet.ch

052 685 19 25