Kantone

Aus der Geschichte 

 

Kloster Frauenthal, 1231

Seit 1231 lebt eine Klostergemeinschaft im Frauenkloster. Die Hinwendung zu Gott, die Begegnung mit sich selbst und das Leben in der Gemeinschaft erfüllen das Leben der Zisterzienserinnen. Im Jahr 1386 nahmen Rat und Bürger der Stadt Zug den Konvent des Gotteshauses Frauenthal ins Bürgerrecht auf. Dafür hatte das Kloster „20 Guldin Gut an Gold“ zu entrichten. Ab dem 16. Jahrhundert waren es dann Lebkuchen, welche die Klosterfrauen jeweils an Neujahr an die Ratsherren für den gebotenen „Schutz und Schirm“ abgeben mussten. Bis heute gelebter Brauch: Mit den köstlichen Frauenthaler Lebkuchen ehrt der Zuger Stadtrat seit 1984 jedes Jahr Einwohner, die sich für das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

Kloster Heiligkreuz, 1862

1862 gründeten Benediktinerinnen das Kloster Heiligkreuz. Parallel dazu wurde eine Schule aufgebaut. Der Erfolg blieb nicht aus: 1865 bestätigte der Regierungsrat des Kantons Zug das Institut. Es entstanden verschiedene Seminare für Lehrerinnen in allen Sparten. Auch in Spitälern und Heimen leisteten die Schwestern wertvolle Arbeit. Die Aktivitäten ausserhalb des Klosters sind in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, die öffentliche Hand übernimmt heute viele Leistungen im Ausbildungs- und Pflegebereich, die früher von den Schwestern angeboten wurden. Die Schwestern beten heute auch für persönliche Anliegen, die man ihnen per Mail mitteilen kann.

Diakonieverband Ländli, ab 1911

1911 übernahm die deutsche Ärztin Minna Popken die Kuranstalt Ländli. 1923 gründeten  drei Schwestern den Schweizerischen Gemeinschafts-Diakonieverband. 1926 zog die Krankenpflegerin Wilhelmine Pohlmeier  mit einigen Schwestern von der Wartburg  nach Oberägeri und übernahm das Kurhaus Ländli. Seit 1951 ist der Diakonieverband Ländli ein selbständiges Werk innerhalb der evangelischen Kirchen der Schweiz. Heute setzen sich die Schwestern zusammen mit zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für vielfältige soziale, pädagogische und pastorale Aufgaben ein. Oberstes Ziel aller Dienstleistungen ist, das Evangelium von Jesus Christus in Wort und Tat zu leben und zu bezeugen.  Unter den Schwestern im Ländli wird ebenfalls viel gebetet, gerade auch für den Kanton Zug.

 

Kantonsfahnenträger

Ursula Lunt

zug(at)gebet.ch

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