Kantone

Aus der Geschichte 

 

Reformation in Basel

Die Reformation prägt Basel und die Region bis heute. Sie hat und hatte Auswirkungen auf die Schweiz und ganz Europa. (z. B. wurden seit 1515 viele Bibeln und Calvins „Institutio Christianae religionis“,1536, in Basel gedruckt). Protestantische Flüchtlinge haben die Basler Wirtschaft belebt. Der Reformator Johannes Oekolampad schrieb: „Darum preise ich Basel glücklich und dies macht mich froh und heiter, weil sie auf Gott, den Herrn hört. Und darum soll Basel (Basilea = die Königliche) den Namen von keinem irdischen König tragen, da es keinem untertan ist, sondern sie soll die Stadt des grossen Königs Jesus Christus wirklich heissen“

Pfarrer Hieronymus Annoni, Johann A. Urlsperger, Christian Friedrich Spittler

Pfrarrer Hieronymus Annoni predigte 1740 – 1770 in Waldenburg und Muttenz das Evangelium. Johann A. Urlsperger gründete 1780 in Basel die „Deutsche Christentumsgesellschaft“. Christian Friedrich Spittler war von 1801 – 1867 zuerst ihr Mitarbeiter dann ihr Sekretär. Er nannte sich selbst „Handlanger Gottes“.  Dabei unterstützten ihn viele: kaufm. Angestellte, Handwerker, Politiker, Gelehrte, Ausländer und Einheimische, Bürger und Adelige.

Folgende segensreichen missionarischen und sozial-diakonischen Werke wurden in dieser Zeit u.a. gegründet:

  • Basler Bibelgesellschaft, 1804
  • Basler Mission (heute Teil der Mission 21), 1815
  • Armenkinder-Erziehungsanstalt Beuggen D, 1820
  • Verein zur Förderung des Christentums unter den Juden, 1820
  • Pilgermission St. Chrischona, 1827 / 1840
  • Taubstummenanstalt, 1833
  • Kinderspital Basel, 1845 / 1862
  • Diakonissenhaus Riehen, 1852
  • Marthastift, 1858 

Proklamation des Judenstaates, Theodor Herzl

Theodor Herzl proklamierte im August 1897 am 1. Zionistischen Weltkongress im Stadtcasino Basel den „Judenstaat“. Christen, welche die Rückkehr der Juden ins „gelobte Land“ befürworteten, unterstützten ihn - u.a. William Hechler, Friedrich Heman, Bernhard Collin und Paul Kober. Die Basler Behörden standen dem Kongress wohlwollend gegenüber. Später entstand folgendes:

  • Zionismus-Bewegung, 10 Zionistenkongresse in Basel, jüdische Nationalfonds
  • Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948

Spuren davon sind heute noch sichtbar: an der Liebe vieler Basler Christen und Leiter zu Israel, an der Hilfe für jüdische Flüchtlinge im 2. Weltkrieg, Wohlwollende Haltung der Basler Regierung gegenüber Juden und Israel.

Christusträger, Kleinbasel

Junge Menschen trafen sich als Haus- und Gebetskreise und sind in Wohngemeinschaften zusammengezogen. Geistliche Väter wie Hansueli Hermann, Theophil Kachel, Gottfried Mittelbach, Peter Rotach, Theophil Schubert, unterstützten und ermutigten sie. 1968 lud Pfarrer Peter Rotach, Kirchenratspräsident, die „Christusträger“ aus Bensheim nach Basel ein. 1972 kamen sie ins Kleinbasel. Sie befruchteten die Basler Jugend mit ihrem Glauben und ihrer modernen Musik. Daraus entstand folgendes:

  • Gemeinsame evangelistische Anlässe von Christen aus Landes- und Freikirchen: Lords Meetings (ca. alle zwei Monate in den 70er Jahren), Münsterfest (1977)
  • Die Alban-Arbeit: Sonntagabend-Gottesdienste, Werkstatt Weizenkorn, Jugendzentrum e9
  • Kommunität Don Camillo, Montmirail, Basel und Berlin: Lebensgemeinschaft, Gästehaus, Ausbildungsstätte
  • Kommunität El-Roi: Schwesterngemeinschaft, Haus der Stille
  • Steppenblüte Kommunität, Grimmialp: Gemeinschaft und Gästehaus, Steppenblüte-Werkstatt
  • Jobfactory: Arbeitsplätze für Jugendliche ohne Lehrstelle

 

Kantonsfahnenträger

Peter Cron

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