Kantone

Aus der Geschichte 

 

Heilquellen, Pfarrer Rudolf Wenger (1873)

An verschiedenen Orten im Appenzellerland wurden Quellen mit mineralischen Bestandteilen entdeckt, die sich zu Heilzwecken verwenden liessen. Daraus entstanden bekannte Badekurorte für die damalige Zeit, so zum Beispiel das Heinrichsbad in Herisau. 1873 wurde der eher rückläufige Kurbetrieb von Christen übernommen. Als Hausvater stellten sie im Jahre 1873 den pietistischen Pfarrer Rudolf Wenger ein. Unter seiner Obhut blühte der Kurbetrieb wieder auf. Er baute unter anderem eine Kapelle mit 400 Sitzplätzen. Sein Grundsatz war, möglichst allen Personen durch niedrige Preise eine Kur zu ermöglichen. Das Heinrichsbad wurde ein Ort der Heilung für Körper, Seele und Geist. Heute ist an diesem Ort die Stiftung „Altersbetreuung Haus Park“.

Das 16. Jahrhundert war im „Land Appenzell“ eine Zeit der Erweckung

Daraus erfolgte eine Erneuerung der Kirche, mehr Freiheit in Jesus Christus, die Rückkehr zu den apostolischen Ordnungen, solide Kenntnis der Schrift etc. 1523 führte der Grosse Rat in Appenzell als erster Ort in der Eidgenossenschaft auf demokratischem Weg das Schriftprinzip ein, das heisst es sollte nur noch gepredigt werden dürfen, was der Heiligen Schrift entsprach. In AR entstanden neben der Landeskirche verschiedene Freikirchen. In AI finden in der heutigen Zeit vermehrt Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus.

Walzenhausen, Pfarrer Paul Vogt (1900 – 1984)  

Pfarrer Paul Vogt gründete 1931 das Appenzeller Hilfswerk für Arbeitslose, konnte 1933 den „Sonneblick“ kaufen und umbauen. Von 1938 – 1980 wurden im „Sonneblick“ über Weihnachten/Neujahr durch Klara Nef Minderbemittelte aus dem Kanton aufgenommen und wenn nötig neu eingekleidet. Im 2. Weltkrieg diente der „Sonneblick“ Flüchtlingen, besonders auch Juden, als Zufluchtsort. Auch Flüchtlingsmutter Gertrud Kurz (geb. 1890 in Lutzenberg AR) führte hier mit dem „Christlichen Friedensdienst“, den sie gegründet hatte, Ferienwochen durch. Auch heute noch steht der „Sonneblick“ vorwiegend für Menschen mit Behinderung bereit. 

 

Gebetsanliegen

  • Wir bitten um eine geistliche Erneuerung unter Appenzeller Christen.
  • Wir treten in den Riss, wo sich unser Volk und Land der Autorität Gottes entzieht.
  • Wir halten weiterhin an unserem Bekenntnis fest: „Alles Leben strömt aus dir!"

 

Kantonsfahnenträger

David Welz 

appenzell(at)gebet.ch

071 344 35 01